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Hallo zusammen :)
Mein letzter Eintrag ist schon 5 Tage her – Asche auf mein Haupt, dass ich seit Sonntag nichts mehr gepostet habe. Obwohl ich durchaus die Gelegenheit dazu gehabt hätte, und es ist ja auch nicht so, dass nichts passiert ist. Ich hätte durchaus einige Themen zu schreiben gehabt. Aber nunja, bin halt auch schreibfaul ^^ In den nächsten Tagen werdet ihr wohl auch nichts von mir hören, bin in Paris.
Aber nun zurück zu meinem eigentlichen Thema dieses Beitrags: mein BOGY. Für die Unwissenden: diese vergleichsweise humane (weil aussprechbare) Abkürzung steht für “Berufs- und Studienorientierung an Gymnasien” und existiert so nur Baden-Württemberg. Es handelt sich um ein ein- oder bei Bedarf zweiwöchiges Praktikum bei einem Unternehmen, einer Institution oder einer Behörde. Nach der Zeit muss ein Bericht geschrieben und abgegeben werden. …
Ich machte mein Bogy also bei SAP, genauer: SAP Research CEC Karlsruhe. Um nicht die ganze Zeit zwischen Gufi und Karlsruhe pendeln zu müssen, war ich bei einer befreundeten Familie untergebracht, die in einem Nachbarstädtchen nahe Karlsruhe wohnt.
Kurz zusammengefasst war mein BOGY wirklich sehr interessant. Es hat mir einige Einblicke in die Arbeit der Leute dort gebracht, und in das Arbeitswesen allgemein. Mir hat es im Großen und Ganzen auch Spaß gemacht. Hatte zwar häufiger Leerlauf, aber das hat mir auch nicht wirklich etwas ausgemacht. Ich habe an einem ziemlich guten Projekt mitgearbeitet (grob gesagt: Entwicklungshilfe in Südafrika) und habe dort auch mein Know-How in Sachen Javascript, PHP und DOM zeigen können :)
Weitere Infos gibts dann mal demnächst in den Ferien, werde dann wahrscheinlich auch meinen Bericht hochladen.
Stay tuned!
/edit: Vorerst kann ich euch aber noch einen Softwaretipp geben: der To-Do-Liste-Manager “Swift”. Gibts als voll ausreichende Trial, welche ich mir auch so bald wie möglich installieren werde.
15. März 2008
Gestern trafen sich Seb, Mari, Ferdi und ich zu einer Besprechung unseres gemeinsamen Projekts – der Gründung einer GbR mit dem Schwerpunkt Mediengestaltung (also Videoschnitt, Web- und Printdesign, Webseitenrealisierung). Wir hatten überlegt, ob wir eine GbR gründen und wollten daher gestern das alles noch einmal besprechen, die rechtlichen Aspekte bedenken, den Fokus setzen (sozusagen das Grundstück abmessen und überlegen, ob es sinnvoll ist, dort überhaupt zu bauen, und in was für einem Maßstab – Hoch-, Mehrfamilien- oder Reihenhaus?).
Aber dann ging es erst einmal um den USA-Austauschfilm. Nach einer längeren Diskussion mit zwei völlig unterschiedlichen Meinungen, was die Besetzung anging (jede Meinung wurde von 50% der Anwesenden vertreten :P) entschieden wir uns 2 Teams à 7 Leute zu machen. Ein Team ist für San Francisco und das andere für den Rest verantwortlich. Während meiner BOGY-Woche (nächsten Montag bis Freitag) gehe ich das Videomaterial durch und bewerte es. Vielleicht schaffen wir es mit meiner Vorarbeit dann doch den Film bis zum 21. April fertig zu stellen – an diesem Tag ist der Nachbesprechungsabend, wo der Film vorgeführt werden soll. (Mehr Infos gibts unter einer eigens eingerichteten Website: usa.gabrielwilkes.de).
Doch dann zurück zum eigentlichen Thema – unserem “Projekt”. Die Einzelheiten des Gesprächs interessieren euch bestimmt nicht. Daher nur das Ergebnis: Mediengestaltung – eher nicht. Wir werden uns dagegen mit einem Webprojekt beschäftigen, was mehr als nur die nächsten 3 Monate in Anspruch nehmen wird. Weitere Details gebe ich aus Gründen der Diskretion aber nicht bekannt ;) Aber auf das Haus-Motiv bezogen haben wir jetzt einen Plan, wie es aussehen soll. Innenausstattung etc. sind noch nicht geklärt, aber der Grobbau ist klar.
09. März 2008
Nun mein erster Post (den Austausch betreffen) wieder aus Deutschland. Ich habe einiges vor, über das ich noch schreiben möchte. Meine Erfahrungen, die Unterschiede zu Deutschen bzw. Deutschland, das Schulsystem, das Verkehrssystem uvm. Doch dazu ist jetzt keine Zeit, darauf müsst ihr also noch ein Weilchen warten. In der kommenden Woche werde ich dann wohl den nächsten Beitrag schreiben.
Jetzt aber nochmal ein kleiner Bericht zur Rückfahrt: Nach einem herzzerreißenden Abschied von unseren Partnern und neuen Freunden in Galt traten wir also die Fahrt zum San Franciscoer Flughafen. Wie Frau Haderthauer prognostiziert hat, kamen wir in einen traffic jam, weswegen die Rückfahrt sich noch länger hinzog. Wir saßen bestimmt 2,5 Stunden im Bus … Es war zum Glück nicht so langweilig (Oli hat einen Tanga an die Scheibe gedrückt, um die Reaktion derLKW-Fahrer zu sehen ^^ – so als Beispiel). Wir sahen auch, wie weit außerhalb der Flughafen doch lag – bei der Hinfahrt konnte man das wegen der verschiedenen Fahrtroute (damals BART) und der Dunkelheit nicht wirklich erkennen. Dann checkten wir ein, vertrieben uns noch ein wenig die Zeit im Flughafengebäude (ich kaufte noch The New York Times und San Francisco Chronicles für den Englischunterricht sowie ein paar Souvenirs. Schließlich hoben wir ab … Was für ein Blick auf San Francisco! 100% klare Sicht auf die gesamte Stadt – einfach beeindruckend! Hach … ich komme richtig ins Schwärmen, sorry. Aber es war wirklich wundertoll©! Leider sollte den ganzen Flug über ein solch klasse Wetter sein, nach etwa 3h Flug kamen wir in Wolken, und die blieben dann bis Deutschland auch unter uns, sodass die Sicht eingeschränkt war (okay, zugegeben: der Ozean wäre auch nicht soo spannend gewesen – so viele verschiedene Blaugrautöne gibts dann da auch nicht zu sehen). Doch wir erlebten noch 2 weitere Male beim Fliegen eine tolle Sicht: zum einen als es Nacht wurde – diese ganzen beleuchteten Ortschaften sahen richtig gut aus, aber der Höhepunkt war dann über Deutschland: wir flogen ja über den Wolken. Und als dann die Sonne aufging, sahen sie wirklich aus wie eine riesige, geschlossene Schneedecke. Ach, ich bedauere jeden, der den Anblick nicht erlebt hat. Vielleicht stelle ich bald noch ein Foto davon hier rein, ich habe welche mit Julians Kamera geschossen. Leider hatten diese Wolken aber auch etwas negatives, dass wir dann etwa eine Stunde später sahen, als wir nämlich unter ihnen waren: sie verdecken die Sonne für alle, die nicht über ihnen sind. Wir kamen also mit nicht gerade einem tollen Wetter in Frankfurt an: 2°C, Regen, grau. Blöd. Nachdem wir dann unser Gepäck abgeholt hatten, eine Stunde in Frankfurt auf den Zug warteten und schließlich eine 2-Stunden lange Fahrt nach Freiburg hinter uns hatten, war unser wirklich groß- und einzigartiger Austausch in die USA zu Ende.
24. Februar 2008
Mein letzter Post zum USA-Austausch aus den USA … es war eine tolle Zeit!
Doch bevor ich den Emotionen verfalle, noch ein paar Fakten zu den zuletzt verbrachten Aktionen: Am Freitag fuhren wir (also Christian [Aharons Bruder], Raphael Binz, Simon und ich) zunächst zu seinem College in Sacramento. Leider waren alle Gebäude auf dem Campus geschlossen, weil ein Baseballspiel stattfand, sodass wir außer dem Außengelände nichts gesehen haben. Eins ist mir aber aufgefallen – eine Polizeistation direkt am und für das College. Auf meine Nachfrage hin meinte CJ, dass alle Colleges Polizei auf ihrem Gelände stationiert haben … Beim Rausfahren aus dem Campus ist mir das erste Mal bewusst ein Bahngleis aufgefallen – das erste Mal seit 2,5 Wochen Aufenthalt in den USA! (Abgesehen von dem U-Bahn-Verkehr in San Francisco) Danach fuhren wir zum Elektronikmarkt frys – anscheinend der nächste von Galt aus, und eine Dreiviertelstunde auf Highways (= kein so langsames Tempo) ist man dahin unterwegs … Diese ganzen Entfernungen hier sind echt gigantisch! Ich kaufte dort einen Akku für dem Camcorder, doch wie sich später herausstellen sollte, funktionierte die Kamera damit auch nicht. Zum Glück bekommt CJ das Geld wieder zurück. Nach ein bisschen Rumschauen und der Erkenntnis, dass alle Computerartikel in Deutschland mit $ = € abgerechnet werden (und wir so mit immer beschissen werden!) fuhren wir dann zu Wendy’s (eine der vielen Fastfoodketten) und gleich danach zu einer Undergroundrock-Show in einem nahegelegenen Städtchen, die in einer Art Jugendzentrum stattfand. Nunja, mein Musikgeschmack ist das nicht gerade, wobei – “Musik”? In ein Mikrofon schreien ist Musik? Nagut … Da gabs auch jede Menge coole Jungs mit hautquetschenden Hosen – die natürlich unter dem Arsch getragen wurden … ^^ Und bald danach war der Freitag zu Ende.
Am Samstag gingen wir zu einer Familie, die gerade Mal etwa 5 Minuten entfernt wohnte. Der Vater war besonders cool drauf, obwohl (?) er bestimmt schon Mitte 50 bis 60 war. Er ist Leiter einer Scout-Gruppe, also so Art Pfadfinder. Dort konnten wir zunächst Quad fahren (macht Spaaaß! :-)) und uns im Golf spielen probieren. Außerdem spielten wir eine kurze Partie Hufeisenwerfen, wohl ein populärer Sport bei den Senioren hier. Als es dann dunkel wurde, machten wir ein Feuer an und brieten mehrere dicke Stücke Steak. (I guess I never have seen such big exemplars before …) Währenddessen spielten wir ein bisschen Basketball. Nachdem das Fleisch fertig war gingen wir rein, überlegten einen Film zu schauen, aßen das Fleisch sowie Salat und schauten danach die Komödie “Airplane”. (Auf einem “normal” riesigen HD-Fernseher). Zum Schluss spielten wir noch ein Spiel, dessen Name ich jetzt gerade nicht parat habe (man baut aus quaderförmigen Holzstücken einen Turm und versucht möglichst lange unten welche wegzuziehen – verloren hat der, bei dem der Turm einstürzt). Danach gingen nach Hause. War auch ein toller Tag, hat Spaß gemacht dort!
Sonntag hatten wir zunächst vor in die Kirche zu gehen. Wegen den Langschläfern hat das dann aber nicht geklappt. ^^ Am Nachmittag fuhren wir alle zusammen nach Sacramento um das vor 4 Wochen selbstgebraute Bier in Flaschen abzufüllen. Durch einen Fehler des Kellners hatten wir dann auch noch fremdes Bier abgefüllt. Nun, wir (bzw. die Sweatts) können uns nicht beklagen, etwa die 1,5-fache Menge zu haben ist ja nicht schlecht … :D
Gestern (also am Montag) gingen wir zu dritt (Christian [aka CJ], Simon und ich) erneut zur Shopping Mall Arden Fair nach Sacramento. Diesmal mit dem festen Ziel vor Augen, Vans für meine Schwester (und für ihre Freundin) zu kaufen. Diesen Auftrag konnte ich auch erledigen, CJ hat sich außerdem noch einen Gürtel gekauft. Davor gingen wir noch zu Borders (Buchladen), in dem ich meinen Gutschein (über 25$) einlösen konnte. Habe mir das Buch “Head Rush Ajax” (ist, glaub ich, richtig gut) gekauft, für 40$. Als Lunch gingen wir noch zu McDonalds essen.
Und dann heute – der wohl traurigste Tag des gesamten Austauschs für mich. Unsere (zugegeben mittlerweile nicht mehr ganz so tolle) Digitalkamera Sony Cyber-shot DSC600 einfach auf dem Flohmarkt. Geklaut! Dorthin gingen wir nämlich mit der gesamten deutschen Truppe und nicht alles war dort für mich von negativer Natur: ich konnte mir noch eine Tasche für 10$ kaufen, da ich mir bereits dachte, dass ich nicht das gesamte Gepäck in meinen Koffer bekomme. Außerdem konnte ich noch für 3$ ein T-Shirt für meine kleinste Schwester kaufen. Doch dann eben der Schock, kurz nachdem ich das Schulgelände betrat, vom Flohmarkt, Carls Jr. und Save Mart kommend. Ich wollte meine Kamera herausholen und ich merkte gleich, dass etwas nicht stimmte. Sie baumelte nicht an meiner Hose herunter. Und sie war auch nicht in dem Fach vom Rucksack, in dem ich sie vermutete. Ich durchsuchte alle anderen Taschen des Rucksacks – doch: kein Erfolg. Zu diesem Zeitpunkt saß ich mit mehreren anderen zusammen und somit kamen gleich zwei mit, die sich mit auf die Suche machten (Oli und MonaB). Doch – kein Erfolg. Weder bei Carls Jr. noch bei den 3 Flohmarktständen, bei denen ich sie erwartet hatte, noch bei dem Save Mart. Weil die Leute beim Flohmarkt alle nicht so die seriösesten sind, vermute ich sie dort bei irgendeinem Händler (Konkret: beim T-Shirt-Verkäufer) – doch das hilft mir nichts. Ich werde sie nicht mehr zurückbekommen, dachte ich gleich, und an der Vermutung änderte sich den ganzen Tag lang nichts. Und wird es wohl auch nicht mehr. :-( Natürlich ärgerte ich mich den ganzen Tag (und tue es immer noch), aber es hilft ja alles nichts – rund 500 Fotos sind einfach – weg! Den Rest habe ich zum Glück auf meinem anderen MemoryStick und den USB-Sticks, ich habe noch rund 1000. Dennoch. Es ist und bleibt scheiße. – Das war die eine traurige Sache.
Nachdem die Schule dann aber fertig war (wie immer um 3PM), fuhren wir zu fünft (Eltern, Christian, Aharon und ich; Simon war beim Raphael) und aßen bei einem Mexikaner Dinner. Um etwa Viertel vor 5. Na gut … war aber trotzdem lecker. Um 6 Uhr fand dann die große Abschlussparty statt: wie ich es gewohnt war mit “Rockband”, diesmal auf einem rieeesigen Fernseher (geschätzte 70 Zoll) und herumsitzen und plaudern. Tränen waren aber noch keine in Sicht … Um ca. 8 Uhr gingen wir dann nach draußen in die Scheune, wo dann erst so die richtige Party stieg. Oder zumindest der Abschluss *richtig* zelebriert wurde: es wurden große Reden gehalten, bei allen host families bedankt und jeder Beteiligte bekam ein schickes neongrünes T-Shirt mit dem Frontaufdruck “Warrior – G – 2008″ und als Backprint eine Karte Kaliforniens mit den Daten, wo wir wann waren und eine Liste aller Austauschpartner. Das werden wir auch morgen beim Flug zurück nach Deutschland anziehen …
Nun, das war es dann. Es wurden noch Fotos gemacht und sich verabschiedet – aber das war der letzte Abend hier in Kalifornien. Damit geht eine wunderbare Zeit zu Ende, die wir wohl so bald nicht vergessen werden. (Hoffentlich auch wegen eines super Austauschfilms … wobei ich da eher skeptisch bin.) Ich denke, vor allem die Erfahrungen hier werden wir nie vergessen und es war einer der Höhepunkte in unserem bisherigen Leben. Und damit vielleicht auch im gesamten … Auf jeden Fall bedauere ich es sehr, dass wir jetzt schon wieder gehen müssen – die Zeit hier in Galt verging wirklich wie im Fluge! (Wobei nein, der Flug kommt einem länger vor … [sauschlechter Witz. ich weiß.]) Ich wäre auch noch gerne ein, zwei, drei Wochen länger in meiner host family geblieben – und auch in San Francisco, von der Stadt haben wir ja auch noch längst nicht alles gesehen. Die Ausflüge mit unserer deutschen Gruppe haben auch immer Spaß gemacht. (Tiefpunkt war wohl Hwy 49, aber alle anderen waren toll!) Und natürlich werde ich die ganzen Leute hier vermissen! Diese total lebensfrohen, offenen, sympathischen Amis werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Besonders wenn ich wieder irgendwelche sturen Deutschen sehe, werde ich wohl sofort hier dran denken … Natürlich ist es nicht nur negativ hier wegzugehen. Ich freue mich auch meine Familie und Freunde wiederzusehen. Und wieder einen geregelten Schulalltag zu haben und normale Distanzen zurücklegen zu müssen, die auch mit dem Fahrrad bewältigt werden können.
Aber ab Freitag werde ich erstmal jede Menge Unterrichtsstoff nachholen müssen. Außerdem habe ich mir vorgenommen, in der gesamten nächsten Woche jeden Tag eine Stunde lang Fahrrad zu fahren oder zu laufen, um meine gewonnenen Pfunde wieder loszuwerden und nicht ganz einzurosten.
Morgen werdet ihr hier wohl keinen neuen Blogeintrag finden (ohne Internet bloggt sichs schlecht), aber wohl am Donnerstag oder Freitag schon. Bis dahin, gabriel.
20. Februar 2008
Den letzten Blogeintrag habe ich am Samstag geschrieben, das ist nun schon wieder 5 Tage her … daher nun der Bericht über Sonntag bis heute (Donnerstag).
Am Sonntag gingen wir mit JulianH, Benjamin, Julia und deren Austauschpartnern sowie mit meinen Gasteltern und denen der anderen zunaechst zur JellyBelly-Factory (war jetzt net soo spannend, aber ich fands okay, vor allem die Mitbringsel von da ;-)), danach zum Burgerladen in’n'out (lecker!) und zum Schluss noch n bissle shoppen im Vacaville Shopping Outlet (Ergebnis: ich habe neue Nikeschuhe, die ich zum spottbilligen Preis von 32$ inkl. Tax kaufen konnte – entspricht gerade mal 21€!).
Am Montag waren wir dann Snowboarden, wir mussten etwa 2,5 Stunden zu dem Schigebiet fahren, und gingen deswegen schon ziemlich frueh los: um halb 8 trafen wir uns mit den anderen, weswegen wir um halb 6 aufstehen mussten … Nun ja, als wir dann aber dort angekommen waren, war die Muedigkeit – fast – vergessen. Zuerst habe ich mich ziemlich bloed angestellt und kam nicht einmal den kleinen Lift hoch. Verstaendlich, wenn man das erste Mal ueberhaupt Abfahrtswintersport macht, oder (bisher nur Skilanglauf)? Im Laufe des Tages wurde ich aber – logischerweise? – immer besser bis ich dann am Ende mehrmals hintereinander ohne hinzufallen den Bunny-Berg runterkam. Finde ich persönlich gar nicht mal so übel …
Dienstag ging es dann nach Monterey mit unserer deutschen Gruppe. Nach der ätzend langen Fahrt von 3,5h standen wir schließlich vor dem berühmten Aquarium Montereys, in welches wir dann mit dem dritten Anlauf auch hineingingen. Dort konnten wir uns wie üblich aufteilen – Kleingruppen mit jeweils mindestens 3 Personen. In “meiner” Gruppe gingen wir zunächst zur Fütterung der Seefische, gingen danach irgendwann zu den Ottern und am Ende noch zu den Quallen. Besonders die Otter waren sehr knuffig :-) und die Quallen waren teilweise in wirklich schönen abstrakten Darstellungen zu sehen. Zwischendrin waren wir noch kurz draußen und haben uns auf die Holzbänke in der heiß scheinenden Sonne gelegt. Nach einem kurzen Trip in den Museumsshop, gingen wir 4 (Oli, JulM, MonaB und ich) dann nach draußen und liefen ein wenig durch die Straßen Montereys und statteten verschiedenen kleinen Kruschtläden einen Besuch ab. Um halb eins mussten wir dann wieder zum Bus, doch MonaD, JulM und ich kamen 4 schlimme Minuten zu spät zum Bus – da wir sonst verhungert wären, was laut Frau Haderthauer nichts ausgemacht hätte: “Lieber verhungern als [4 Minuten] zu spät kommen”, wegen uns könnten wir nicht mehr nach Carmel – diese Aussage sollte sich ein paar Stunden später als völlig falsch erweisen … Nach Monterey fuhren wir zum Point Lobos (State Reserve), also an die Küste. Dort erlebten wir, wie der Pazifik auf verschiedene Felsen traf. War in meinen Augen ziemlich exciting, allein schon der Wind war aufregend. Leider mussten wir schon ziemlich bald wieder gehen, weil wir uns um halb 4 mit der Busfahrerin (die es “gewohnt ist schwere Lasten zu bewegen” – wohl Spruch des Austauschs :D) ein paar hundert feet weiter verabredet hatten, damit wir danach noch nach Carmel fahren könnten. Wir gingen also um 3P wieder weg von dem Naturschauspiel – doch wir waren bereits um Viertel nach beim Bus. Wir fuhren dann also los, doch die Busfahrerin wollte uns nicht nach Carmel bringen, weil wir dann zu spät zurück seien :-( Zum Ausgleich hielten wir dann noch bei einem Wendy’s und schlugen uns dort den Magen voll – ich nahm aber lediglich ein 5er Chicken Nuggets, wegen Hungermangel. So war dann auch bald der Dienstag am Ende …
Zum Mittwoch gibt es nicht viel zu sagen, weil es einfach ein “normaler” Schultag war – außer, dass wir 5 Präsentationen hätten halten müssen es dann aber doch nur 2 waren, weil es eine Lehrerin mal wieder verplant hat ^^ Die freie Zeit verbrachte ich mit “herumhängen”, in der Sonne liegen und im SVZ surfen. Aharon war nicht in der Schule, also holte uns sein Bruder ab. Wir fuhren mit ihm und Natascha (einer ehemaligen Austauschschülerin, die wieder in einer Ami-Familie ihre Zeit verbringt) zu seiner Arbeitsstelle (einem Printshop, der Schilder, T-Shirts etc. bedruckt – war interessant) und dem Haus von Nataschas Familie, die ein Lama, ein Schaf und eine Ziege als “Haustiere” hält.
Heute waren wir dann mit unserer deutschen Truppe noch einmal in San Francisco und Umgebung. Die 3h lange Fahrt fing um 8 Uhr an und wir hielten das erste Mal in Berkeley und besichtigten den Campus der dortigen Uni, die übrigens die viertbeste der USA sein soll. Ein Deutschstudent führte uns durch das riesige Gelände und wir bestiegen den “Sather Tower” genannten Glockenturm (knapp 100m hoch). Von dort aus hatte man einen grandiosen Ausblick auf Berkeley und hat sogar die ein paar Kilometer entfernte Golden Gate Bridge gesehen. Doch diese sollten wir 4 Stunden später noch viel besser sehen … dazu später mehr ;-) Nach der kleinen Führung hatten wir noch eine Stunde Zeit um in Berkeley zu shoppen und etwas zu Essen zu kaufen (wieder in den Kleingruppen). Danach fuhren wir mit dem Bus nach San Francisco und hatten dort wieder eine Stunde Zeit um Shoppen zu gehen – diesmal in der Hippie-Straße, in der es jede Menge kleine Kramläden gab – doch vieel teurer als im Market District, in dem wir uns am vorletzten Wochenende in San Francisco aufgehalten hatten (Jeans für 200$?!). Danach fuhren wir durch den Golden Gate Park (jede Menge Penner …) und landeten schließlich an der Coast. Wir hielten uns ein paar Minuten am Strand auf und fuhren dann weiter zur Golden Gate Bridge. Dort musste natürlich ein Gruppenfoto gemacht werden (alle wollten natürlich mit ihrer Cam eins gemacht haben – ging also ne Viertelstunde, bis wir alle gemacht hatten … ^^) und danach liefen wir über die 5km lange Brücke. Wobei sie uns kürzer vorkam – nach einer 3/4-Stunde hatten wir sie in langsamsten Tempo (jede Menge Fotos etc.) überquert und dort auf der anderen Seite wartete bereits unser Bus auf uns, der uns in den Vorort Sausalito bringen sollte – wo es wieder ar***teuer war. Eine – zugegeben sehr große – Kugel Eis 3,5$?! Dort kaufte ich mir noch in einem Souvenirladen eine Jacke und ein T-Shirt mit jeweils “San Francisco”-Aufdrucken. Kostete zusammen 30$, hat aber wohl auch keine Top-Qualität … Dann hingen wir noch ein bisschen am Hafen rum (sahen eine riesen Limo) und stiegen schließlich in den Bus ein, der uns zuverlässig zurück nach Galt brachte, wo alle (außer meine) Familien bereits auf uns warteten. Wir kamen recht pünktlich um 8:07 an, sodass wir ziemlich genau 12h lang unterwegs waren … Hat aber Spaß gemacht! Und die GGB war einfach sehens- (und belaufens-)wert.
Morgen oder am Wochenende kommen dann Bilder zu diesem Beitrag … bis denne, gabriel
15. Februar 2008
Vor mittlerweile fast einer Woche (Sonntag) kamen wir in Galt an – höchste Zeit für mich, die Zeit seit diesem Punkt zu schildern.
Es geht also fließend nach meinem letzten USA-Eintrag weiter: wir sind um etwa 3 Uhr nachmittags angekommen. (Davor muss ich noch sagen, was mich bei der Fahrt beeindruckhat hat: a) diese riesigen Highways nach San Francisco – viele Kilometer lang gings 10-spurig zu!, b) es gab einen ziemlich großen Windpark (hat mich gleich an die Nordsee erinnert …) – hätte ich Amiland gar nicht zugetraut, c) die Straßenbauweise der Amis: ein kleiner Highway hatte keine Kurven und anstatt irgendwie die Erde anzupassen ging er einfach geradeaus über kleine Hügel und sonstwas … immer nur straight on …)
Unsere Familien haben uns dann ganz herzlich in Galt begrüßt. Jeder hat eine kleine Tüte mit Süßem und kleinem Spielzeug bekommen, die an einem mit Gas gefüllten Luftballon hing, auf dem der Name stand (wohl vor allem, damit wir beim Aussteigen gleich wussten, zu welcher Familie wir gehörten). Als unsere Familie, Simon und ich dann im Auto saßen, hielten wir als erstes bei einer Tankstelle und wir haben die Preise verglichen. Es gab da wohl ein kleines kommunikatives Missverständnis – ich habe verstanden, dass eine Gallon (entspricht 3,8 Liter) 30 Cent kostet. Na gut, es waren wohl 3$, wie ich dann später feststellen musste. Dennoch – mehr als doppelt so billig, als bei uns in Deutschland! Mein erster Eindruck der Familie: super, total nett (ich hatte ja mit allem gerechnet und war froh, dass sie doch mega in Ordnung sind). Als wir dann zu Hause ankamen war ich erstmal total baff: einen riesigen Fernseher (HDTV, an einen BluRay-HDDVD-Combo-Player angeschlossen) sah ich Wohnzimmer, außerdem im “Flur” zwei Computermonitore. In Aharons Zimmer gibbets nen Fernseher nebst Playstation 3 und XBOX360, sein Bruder hat zwei Computer und einen Fernseher im Zimmer. Soweit zur technischen Ausstattung. Ich bezog das Zimmer seines Bruders (war erst für Simon vorgesehen, dort halten sich aber beide Katzen – eine davon ist übrigens sehr fett ^^ – häufig auf — nicht so gut bei einer Katzenhaarallergie). Am späten Nachmittag gings dann noch zu einem Fun Center in Galt, in das auch alle anderen Familien und Austauschpartner nach und nach eintrafen. Dort konnten wir uns erstmal an den verschiedensten Spielgeräten (von “Hüpfburg”-ähnlichen Gebilden bis Tischkicker war alles dabei) austoben, danach wartete ein großes Snackbuffet auf uns, welches die Familien vorbereitet haben (sehr vielseitig: Erdbeeren, Melonen, Trauben, aber auch Chips und – mir nicht schmeckende – weiche amerikanische Cookies).
Am nächsten Tag mussten wir in die Schule und erlebten das erste Mal, was so in einer amerikanischen High School abgeht. Ich glaube, ich werde mich dem School System in einem eigenen Eintrag widmen müssen – es gibt einfach zu viel, was ich dazu sagen könnte. Soviel aber: in der ersten Stunde (fing um 8 an, geht rund 60 min [manche länger, manche kürzer - crazy, ich weiß ...]) hatte Aharon Bandprobe. Wir lernten eine Schulband kennen, die lauter verrückte (nicht negativ gemeint!) Typen beinhaltet, war ziemlich lustig. Danach in einer Reihenfolge, die ich nicht mehr genau kenne: Englisch, Trigonometrie, Chemie, Deutsch und noch ein Fach, welches mir gerade nicht einfällt … Eigentlich war der Unterricht insgesamt todlangweilig und auf einem ziemlich schlappen Niveau, aber wie gesagt, dazu später einmal mehr. Achja, das war übrigens auch noch mein Geburtstag. Habe also von allen Leuten Glückwünsche bekommen etc., sofern ich sie überhaupt gesehen habe. Die meisten Deutschen waren ja mit ihren exchange partners unterwegs weswegen ich kaum welche gesehen habe.
Der Schultag hat also auch “nur” 6 Stunden, und geht trotzdem bis um 3PM. Wir wurden dann um 3 von seiner Mutter abgeholt und machten an dem Tag eigentlich nix mehr groß.
Am nächsten stand gleich der erste Ausflug an, den nur wir Deutschen unternahmen: ein Trip nach Sacramento, der Hauptstadt Kaliforniens. Wir besichtigten das Capitol (wo es ebenfalls ein kommunikatives Missverständnis gab, weswegen eine Gruppe von ungefähr 7 Leuten 20min zu spät zurückkam. ja, unter anderem auch Hannes …), Sutter’s Ford (für unsere Begriffe ziemlich langweilig) und zu guter Letzt hielten wir in der Nähe Old Sacramentos und hatten dann 2,5 Stunden zur freien Verfügung, die wir in Gruppen verbringen konnten. Natürlich gingen wir (= Jul, Oli und ich, aber auch alle anderen Gruppen) erstmal in die nächstbeste Mall und gaben unser Geld aus, ich in “macy*s”. Wir trafen dann auf eine andere Gruppe und schlenderten noch ein bisschen durch Old Sacramento, wo ich ein paar Souvenirs kaufte. Achso, was Old Sacramento überhaupt ist wollt ihr wissen? Es ist eine gut erhaltene Siedlung (edit: laut wikipedia nur nachgebaut ^^) von mindestens 30 Häusern, die alle an die Wild-West-Zeit erinnern, wie wir sie aus Filmen kennen. Weil sie eben aus dieser Zeit stammen. Hört sich langweilig an? War es aber gar nicht. Es gab einige kleine niedliche Shops wo man “Gifts” kaufen konnte und einige Restaurants bzw. Cafés. Der Flair dort ist aber auch einfach toll! :-)
Am Mittwoch hielten wir das erste Mal unsere Referate, Hannes und ich hatten aber bis zur 5. Stunde frei, weil noch tests geschrieben wurden. Die freie Zeit nutzte ich in der ersten Stunde zum Zuhören bei einem anderen Referat und zum plaudern draußen in der Sonne mit den anderen Deutschen. Am Nachmittag gingen wir in eine Mall in Sacramento (aber eine andere als am Dienstag), in der wir – erneut vor allem in macy’s – natürlich fleißig geshoppt haben. Diese Malls sind einfach nur geil! (Und macy’s auch, gibts aber net in Deutschland …)
Donnerstag stand wieder ein trip auf dem Programm: entlang der legendären Highway 49 fahren (jede Menge Goldgräberstätten entlang) und dann am einen Ende aussteigen (Columbia). Dort hatten wir dann 2h freie Zeit, die wir aber nicht so gut verbringen konnten, wie in Sacramento. Obwohl das auch ziemlich sehenswert war: ähnlich wie Old Sacramento, nur noch authentischer. Dort habe ich mir teure, mit Schokolade ummantelte Rosinen gekauft. Waren zwar schon ziemlich lecker – kosteten aber stolze 7.50$ für 125 Gramm. Als wir wieder zurückkamen, liehen wir uns 2 Filme aus (Kill Bill und Crank) und sahen letztern auch noch an, cooler Film!
Gestern mussten wir dann in der Schule wieder unsere Referate halten, Hannes und ich ganze 6 Mal (nächsten Mittwoch übrigens 5x und Freitag wieder 6x). Am Nachmittag sind wir … nirgendwo hingegangen, sondern einfach nur zu Hause rumgehangen und “Kill Bill” geschaut.
Heute haben wir für die Snowboards (gehen am Montag Snowboardfahren, mal sehen wie das für mich wird: stand noch nie auf einem … xD) Maß genommen und Simon ist danach mit Raphael, seiner Austauschpartnerin und einer Freundin von ihr nochmal nach Sacramento shoppen gegangen. Ich bin mit Aharon zu einer Party mitgegangen, die bis etwa 7 Uhr ging.
Jetzt haben wir schon morgen (12:03 AM) und ich muss ins Bett. Bei euch in D stehen wohl schon die ersten wieder auf … Morgen gehen wir in die “Jelly Belly“-Factory (dort, wo diese berühmten Harry-Potter-Bohnen aller Geschmacksrichtungen hergestellt werden) und am Montag gehts eben zum Snowboarden. Dienstag erwartet uns ein Tagesausflug (von 7 bis 7) nach Monterey und am Donnerstag das gleiche nach San Francisco (Sightseeingtour no. 2, geht dann zur Golden Gate Bridge etc.). Montag danach ist wieder schulfrei (Feiertag, welcher? kA) und am Dienstag gibts dann die Farewell-Party, weil es am Mittwoch wieder in Richtung Gufi geht, weswegen wir dann am Donnerstag, 21. Februar, wieder in Deutschland sind.
Bilder editiere ich in den Post morgen hinein, und den Bericht über das US-Schulsystem gibts morgen oder Anfang der nächsten Woche.
10. Februar 2008
Hier sind wie versprochen die HDR-Bilder, deren Quellen ich in der Mission Dolores aufgenommen habe. Die ersten beiden sind nicht wirklich was gelungen (sie sind aus dem eigentlichen Gebäude, der Kapelle): beim ersten sind Schatten (wegen sich bewegender Personen) und das zweite ist unscharf (wegen einem miserablen Fotografen :P). Die anderen beiden sind aus der neueren Kirche und meiner Meinung nach etwas geworden.




09. Februar 2008
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